HSG Dietzenbach II – HSG-Herren I 28:32 (13:18).
Mit dem vierten Sieg im fünften Spiel der noch jungen Handballsaison in der Bezirksklasse B Offenbach/Hanau haben sich die HSG-Herren im oberen Drittel des Tableaus etabliert. Gegen den vorigen Tabellennachbarn aus Dietzenbach zeigte das Team von Trainer Stefan Kreiner eine gute, wenn auch noch verbesserungswürdige Leistung, die die Mannschaft in dieser Runde erstmals auf den zweiten Platz befördert hat. Die HSG Dietzenbach II, die diesen Rang zuvor inne hatte, rutscht aufgrund der Heimniederlage auf Platz vier ab.
Der Beginn gehörte den Gästen: Mit gleich fünf Toren legten die Herren vor, erwischten ihren Kontrahenten auf dem falschen Fuß. Der nahm sogleich die erste Auszeit, um seine Spieler neu einzustimmen. Dietzenbach hielt in der Folge den Abstand – hätte mit mehr Fortune vom Siebenmeter-Punkt sogar früh verkürzen können. Stattdessen blieb die HSG vorn, kam sowohl über den Positionsangriff, als auch über den Gegenstoß zum Erfolg. Gegen Ende der ersten Hälfte aber ließ die Genauigkeit im Spiel der Gäste nach. Eine zusätzliche doppelte Unterzahl für die Spielgemeinschaft aus Obertshausen/Heusenstamm nutzte Dietzenbach, um zwischenzeitlich bis auf ein Tor (13:14) zu verkürzen.
Torhüter als starker Rückhalt
Statt in Hektik zu verfallen, blieben die HSG-Herren gelassen, spielten ihren Stiefel weiter runter. Gestützt auf einen erneut sehr starken Torhüter Markus Messer setzte sich das Team ab, bis zur Halbzeit sogar wieder auf die anfänglichen fünf Treffer. Trotz 18 erzielter Tore in der ersten Halbzeit war Trainer Stefan Kreiner unzufrieden: “Wir haben es wieder vermissen lassen, unsere hundertprozentigen Chancen gnadenlos zu nutzen.” Viele freie Würfe fanden wie in den vorigen Spielen nicht das Ziel, ein wuchtiger Rückraumtreffer von Jonas Justus kurz vor Halbzeit-Pfiff brachte die HSG aber komfortabel in Front.
Während der Pause sprachen die Coaches Kreiner und Korb die Mängel im Abschluss an, mussten nach Beginn der zweiten Hälfte aber mit ansehen, wie nacheinander drei gute Chancen ausgelassen wurden. Halbhohe Würfe und Fehlpässe machten die gute Defensivleistung, die nun im Verbund mit dem eingewechselten Goali Manuel Nahlik arbeitete, zunichte. In dieser Phase verpassten es die HSG-Herren, ihren Gegner vorentscheidend zu distanzieren und mussten stattdessen gleich mehrere einfache Gegentore hinnehmen. Die HSG-Defensive wurde offensichtlich ungeduldig und rückte teilweise verfrüht heraus, schaffte so Räume für Dietzenbachs Angreifer. Die schlugen Kapital aus dieser Schwäche und schlossen Mitte der zweiten Hälfte zum 23:24 auf.
Trotz ausgelassener Chancen ein sicherer Sieg
Doch wie schon in der ersten Hälfte blieb der Anschluss das höchste der Gefühle. Die Herren blieben weiterhin in Front, wenn auch nur hauchdünn. Beide Seiten taten sich in den letzten 15 Minuten schwer, ihre Linie zu finden und vergaben beiderseits gute Möglichkeiten. Auf Seiten der Gäste trugen die Bemühungen letztlich mehr Früchte als die der Hausherren und die HSG setzte sich mit vier Toren Differenz durch. In den Augen von Trainer Stefan Kreiner wieder einmal ein Spieltag mit Licht und Schatten: “Wir haben die Partie sicher nicht unverdient gewonnen, hätten den Sack aber eigentlich schon in der ersten Halbzeit zumachen müssen.”
Ein Lob verteilte der Coach im Anschluss der Begegnung an seine Torhüter, die beide einen gewichtigen Anteil am Auswärtserfolg hatten. Aber auch von der Leistung des Gegners war er angetan: “Kompliment an Dietzenbach. Die Mannschaft ist, genau wie wir, hohes Tempo gegangen. So ist ein gutes, schnelles Spiel zustanden gekommen, in dem letztlich 60 Treffer gefallen sind.” Steffen Korb stach schließlich noch die Leistung von Rückraumspieler Jonas Justus ins Auge. “Ansprechende Vorstellung”, sagte der Co- und Torwart-Trainer der Herren nach Abpfiff kurz und knapp.
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So bewertet der Gegner das Spiel.
Spielfilm: 0:3, 1:5, 5:10, 10:12, 13:18 – 16:19, 21:23, 23:24, 25:29, 28:32
Zeitstrafen: 3 – 3
Siebenmeter: 8/3 – 6/5
HSG: Messer, Nahlik; Frank (2), Justus (6), Maier (3), Münch, T. Pohlmann (4), L. Schohl (9), Takahashi, Tscheuschner, van Lith (8/5)