HSG-Herren I – HSG Dietzenbach II 30:19 (20:9).
Mit einem vollauf überzeugenden 30:19-Sieg über die zweite Mannschaft der HSG Dietzenbach haben wir Platz zwei in der Bezirksklasse B gefestigt. Tabellenführer ist weiterhin der TV Altenhaßlau II, der sich gegen Verfolger Erlensee keine Blöße gab. Wertvolle Punkte hat dagegen die Reserve der TS Bischofsheim bei der HSG Dreieich II eingebüßt. Deren Trainer Frank Witschel hatte der Turnerschaft bereits lange vor der Partie einen harten Kampf angekündigt und mit seiner Prognose, dem Favoriten zu unseren Gunsten ein Bein zu stellen, Recht behalten. Bischofsheim ist damit auf Rang drei zurückgefallen.
All die Schützenhilfe aus Dreieich wäre jedoch folgenlos verpufft, hätten wir nicht selbst unsere Hausaufgaben erledigt. Vor dem Anpfiff war unklar gewesen, ob die lange Spielpause von knapp vier Wochen Spuren hinterlassen würde. Und zu Beginn schien es tatsächlich so, als sei der Rhythmus etwas verloren gegangen: Mit 3:5 gerieten wir nach rund fünf Minuten ins Hintertreffen. Allerdings währte diese Phase nicht lange. Mit einem beeindruckenden Lauf zerstreuten wir vor heimischem Publikum jeden Zweifel an einem Erfolg. Aus einem 3:5 machten wir innerhalb weniger Minuten ein 11:5. Auch eine Auszeit des Dietzenbacher Trainers Uwe Beyer half da nichts.
Über weite Strecken lauffreudiger und gedankenschneller
Und es ging noch weiter: Nach dem Dietzenbacher-Tor zum 11:6 feuerten wir noch einmal sieben Treffer nach und hatten damit schon nach 25 Minuten einen Zwölf-Tore-Vorsprung herausgeholt. Die Gäste schienen beeindruckt von dieser hohen Schlagzahl. Unsere Spieler wirkten zu jeder Zeit frischer, lauffreudiger und gedankenschneller. Kaum ein Fehler der nicht im direkten Gegenzug bestraft wurde. Dietzenbach leistete sich gleich eine Reihe solcher Ballverluste und blieb offensiv über weite Strecken überraschend harmlos. Mal fingen unsere Abwehrspieler das Spielgerät heraus, mal wechselte das Angriffsrecht wegen technischer Fehler oder Pässen ins Aus. Den Rest erledigte mit Manuel Nahlik ein Torhüter in Topform.
Durch den hohen Halbzeit-Vorsprung ließen Körperspannung und Konzentration in den zweiten 30 Minuten etwas nach. Dietzenbach kam kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte zum 11:20, doch mehr war für die Gäste an diesem Samstagabend in der Heusenstammer Halle nicht drin. Vor beherzt anfeuerndem Heimpublikum setzte (unser mit zehn Toren bester Werfer) Lars Schohl vier Buden in Folge nach und hielt den Konkurrenten damit auf Distanz. Für viele Anhänger aus Dietzenbach zu viel: Sie verließen wenige Augenblicke später entnervt die Halle. Zurück blieb ein verunsichertes Team aus der Kreisstadt, dem ganz offenbar der Glaube fehlte, am hohen Rückstand noch etwas ändern zu können.
Deutlicher Erfolg trotz dünner Personaldecke
Sportlich verlief der zweite Durchgang weitgehend in ruhigen Bahnen. Für Aufreger sorgte allein ein etwas überhitzter Sven Simon, der nach einigen ruppigen Aktionen vom Schiedsrichter wiederholt auf die Dietzenbacher Bank geschickt wurde. Doch auch von diesen Scharmützeln ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und schaukelten die Partie letztlich mit 30:19 nach Hause. In dieser Höhe sicher eine Überraschung, schließlich hatten die Gäste zuvor drei Spiele in Folge nicht verloren. Mit einer weitgehend disziplinierten Abwehr, läuferisch hohem Einsatz und einer sehr guten Towartleistung machte sich jedoch schnell ein deutlicher Unterschied bemerkbar. Darauf hatte auch unsere dünn besetzte Bank keinen Einfluss, auf der zahlreiche Etablierte wie Robert van Lith, Maurice Föll und Jonas Justus fehlten.
Nach diesem Erfolg kommt es am kommenden Wochenende zum Aufeinandertreffen mit dem aktuellen Spitzenreiter TV Altenhaßlau II. Die A-Klasse-Reserve hat bereits seit neun Spielen nicht mehr verloren und auch uns im Hinspiel keine Chance gelassen. In fremder Halle wird es also ganz schwer, die für den anvisierten Aufstieg so wichtigen Punkte mitzunehmen.
Wie habt ihr die Heimpartie am Samstag gesehen?
Spielfilm: 0:1, 3:5, 11:5, 18:6, 20:9 – 20:11, 24:12, 26:15, 28:18, 30:19
Zeitstrafen: 1 – 3
Siebenmeter: 5/4 – 2/2
HSG: Nahlik, M. Messer; Keller (1), Münch (2), Nickolay (6/3), Pettkus (3), Pohlmann (2), Pröll (4), L. Schohl (10), Takahashi (1), Tscheuschner (1)