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Erste Saisonniederlage gegen Erlensee denkbar knapp

Aufgrund einer völlig verschlafenen Anfangsphase und einer katastrophalen Angriffsleistung in der zweiten Halbzeit haben die HSG-Herren ihre erste Niederlage in dieser Spielzeit kassiert. Gegen einen starken, aber keineswegs unschlagbaren Gegner aus Erlensee stand am Ende ein 20:21 (14:12) auf der Anzeigentafel.

Vielleicht war die vierwöchige Pause, vielleicht aber auch nur das lasche Aufwärmprogramm der Grund dafür, warum die Heimmannschaft überhaupt nicht ins Spiel fand. Gerade in der Abwehr offenbarte die HSG ungewohnte Schwächen und lud den Gegner praktisch zum Tore schießen ein. Ob im eins gegen eins, von den Außen oder aus dem Rückraum, der Gegner aus Erlensee spazierte durch die HSG Defensive und warf schnell eine 8:3 Führung heraus.

Lars Schohl, Rückraumspieler der HSG-Herren, war mit vier Toren noch einer der besten Werfer.

Auch im Angriff stockte das Aufbauspiel, es wurden überhastete Abschlüsse aus dem Rückraum genommen. Nach einer Auszeit besannen sich die Mannen um Steffen Korb auf ihre Stärken und konnten in Kürze mit einem 9:1 Lauf eine drei Tore Führung erzielen. Eine aggressive Abwehr mit einem starken Torhüter, der vorher von seinen Vorderleuten im Stich gelassen worden war und ein schnelles Umschalten nach vorne waren der Schlüssel zur 14:12 Halbzeitführung.

Wer in der zweiten Halbzeit auf ein Offensiv Feuerwerk und einen klaren Heimsieg gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Die in den letzten Spielen zu Recht hoch gelobten Rückraumspieler hatten an diesem Tag allesamt einen schwachen Tag erwischt. Dass man nicht jedes Spiel eine Top-Leistung abrufen kann, dürfte wohl jedem klar sein. Der Vorwurf, den sich die Rückraumspieler aber gefallen lassen müssen, ist das mangelnde Spielverständnis und das fehlende Auge für den freien Mitspieler. Oft wurden die Spielkonzepte in der zweiten Halbzeit nicht zu Ende gespielt, nicht selten wurde der besser postierte Außen schlichtweg übersehen. Stattdessen wurden schwierige Würfe aus dem Rückraum gewählt, was den HSG-Herren kümmerliche sechs Tore in der zweiten Hälfte und eine katastrophale Wurfquote von 35% aus dem Rückraum bescherte (12 von 34). Eigentlich zu wenig um ein Handballspiel zu gewinnen. Doch weil die Abwehr in der zweiten Hälfte ordentlich stand und Nils im Tor einige freie Würfe entschärfte, durfte der Gastgeber bis zum Schluss von zumindest einem Punkt träumen. Die Chance zum Ausgleich wurde Sekunden vor Schluss aber fahrlässig vergeben, sodass letztlich eine verdiente Niederlage zu Buche stand.

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Gerne wäre man verlustpunktfrei zum Aufstiegsfavoriten nach Dietzenbach gereist, doch nun gilt es, sich in dieser Woche im Training konzentriert auf die schwere Auswärtsaufgabe vorzubereiten und das Spiel vom vergangenen Wochenende abzuhaken. Es wäre falsch den verlorenen Punkten gegen Erlensee nachzutrauern. Der Blick muss nach vorne gehen, gerade im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben. Nur mit einer geschlossenen Teamleistung wird es möglich sein, den Nachbarn aus Dietzenbach am nächsten Wochenende zu ärgern. Dabei hoffen die HSG-Herren auf zahlreiche und laute Unterstützung von den Rängen, um die Überraschung zu schaffen.

HSG: N. Schohl; Sattler, Takahashi 2, Reichl 1, Roessler 4, Scheibe, Galitz, Frischkorn, van Lith 2, L. Schohl 4, Münch 3, Pohlmann 3, Justus 1


Über den Autor

Marcel

Jahrgang 1988, Handballrentner, Betreuerkumpel Betreuer, bekannt aus Funk und Fernsehen als freier Journalist für die schonungslos offene Spielberichtserstattung aus nächster Mannschaftsnähe.